E-Mail ist ein immer wichtiger werdendes Kommunikationsmittel. Leider nimmt jedoch im selben Umfang auch der Versand von Spam und Viren zu und vermindert damit den gewünschten Mehrwert dieses Kommunikationsweges.
Ohne entsprechende Vorkehrungen kann es im günstigsten Fall zur Ablehnung einer benötigten oder gewollten E-Mail kommen, da das E-Mail-Postfach mit Spam überhäuft wurde. Im schlimmsten Fall kann es durch per E-Mail empfangene Viren zu hohen Kosten für die Reparatur, Neuinstallation oder Wiederherstellung kommen. In beiden Fällen ist der Ärger vorprogrammiert und eigentlich unnötig.
Um unseren Kunden diesen Ärger zu ersparen, schützen wir alle Benutzer unserer Dienste vor UBE (Unsolicited Bulk E-Mail) und UCE (Unsolicited Commercial E-Mail) -allgemein auch unter dem Begriff Spam bekannt - sowie durch E-Mails transportierte Viren, Trojaner und Würmer.
Hierzu werden von uns verschiedene System eingesetzt:
Wenn eine E-Mail eingeliefert werden soll, werden nacheinander folgende Schritte durchgeführt:
Der Hostname und der Absender wird auf Gültigkeit überprüft. Ist eines von beiden (oder beide) ungültig, wird die E-Mail mit einem entsprechenden Hinweis abgelehnt.
Als zweites wird die Empfänger-E-Mail überprüft. Ist diese nicht in unseren System vermerkt, wird die E-Mail mit einem entsprechenden Hinweis abgelehnt. (Relaytest)
Nun wird der einliefernde Mailserver gegen unsere eigene Blacklist rbl.twosteps.net geprüft.Falls es sich beim einliefernden 'Server' um einen Rechner mit Wählleitung handelt, der Rechner als Proxy oder Spammer gekennzeichnet ist oder durch einennicht allzu fähigen Postmaster (siehe Freenet-AG) gewartet wird, wird die E-Mail mit einem entsprechenden Hinweis abgelehnt. Derzeit enthalten unsere Blacklists ca. 3 Mio. Einträge
Anschliessend wird der einliefernde Mailserver gegen die Spamhaus Block List sowie die Open Relay DatabaseORDB und Spam and Open Relay Database SORBS getestet und bei positivem Befund mit einem entsprechenden Hinweis abgelehnt.
Nach den DNS-basierten Tests erfolgt ein Test auf Gültigkeit der Einlieferungsdaten. Falls diese ungültig sind, wird die E-Mail mit einem entsprechenden Hinweis abgelehnt.
E-Mails, die es bis zu diesem Punkt geschafft haben, werden nun durch einen signaturbasierten Filter getestet, der Emails mit vorher empfangenen Spams vergleicht und Treffer ablehnt.
Als letzter regelbasierter Test wird nun nach dem Vorkommen bestimmter, häufig verwendeter Keywords und Phrasen wie Viagra etc. gesucht.Hierbei werden bedingt auch Abwandlungen der Worte wie V!agra oder Wiagra für Viagra gefunden und entsprechend behandelt und abgelehnt. Bei diesem Schritt werden ebenfalls alle nicht erlaubten (da für Anwender gefährliche) Anhänge wie Pif, Exe, SCR etc. sowie die häufigsten E-Mailviren erkannt und abgelehnt.
Im Dezember 2004 schafften es 69,84% aller eingelieferten E-Mails nicht über den letzen regelbasierten Test.
Systemseitig erfolgt nun als letzter nicht vom Benutzer beeinflussbarer Schritt die Überprüfung der E-Mails durch einen stündlich aktualisierten Virenscanner.
Falls der Anwender es wünscht (dies ist in Ihrer Administrationsebene einstellbar) wird die E-Mail nun noch durch Spamassassin kontrolliert und bewertet. Hierbei werden E-Mails durch das System jedoch nicht gelöscht, sondern abhängig von Ihren Einstellungen nur markiert.
Im Dezember 2004 wurden 14.998.744 E-Mails an unseren Mailserver ausgeliefert. Davon schafften es 10.475.127 E-Mails nicht über den Regelbasierten Filter hinaus. Unser Virenfilter blockte von den 4.523.617 verbleibenden E-Mails weitere 1.109.004 E-Mails.
14.998.744 Insgesamt empfangene E-Mails im Dezember 2004 11.584.131 Insgesamt verworfene E-Mails wegen Spam und Viren im Dezember 2004 3.414.613 Insgesamt an unsere Benutzer ausgelieferte E-Mails im Dezember 2004